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Bezirk Unterfranken

Unterfranken ist Bayerns Sonnenseite. Und wie das Klima, so sind auch die 1,33 Millionen Men-schen, die in den neun unterfränkischen Landkreisen, Aschaffenburg, Bad Kissingen, Hassberge, Kitzingen, Main-Spessart, Miltenberg, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Würzburg, beziehungsweise den drei kreisfreien Städten, Würzburg. Aschaffenburg und Schweinfurt, leben: sie sind froh und heiter, liebenswert und selbstbewusst, weltoffen und zugleich ihrer Heimat tief verbunden.

Die unterfränkische Region kam zum größten Teil im Zuge des Wiener Kongresses zum Königreich Bayern. Davor bestand das Gebiet Jahrhunderte lang aus verschiedenen eigenständigen Staaten, Besitztümern zahlreicher kirchlicher und weltlicher Herrschaften sowie einer freien Reichsstadt, nämlich dem heutigen Industriezentrum Schweinfurt. Das Herzstück der Region bildete das Großherzogtum Würzburg, das nach der Säkularisation aus dem Hochstift Würzburg hervorgegangen war und von 1806 bis 1814 als souveräner Staat im Rheinbund existierte.

So verschlungen wie die historischen Wurzeln, so vielfältig sind auch die Landschaft, die Sprache und die Architektur Unterfrankens. Ganz im Westen erhebt sich der Spessart mit seinen lang gezogenen Straßendörfern und blühenden Städten wie Aschaffenburg, Lohr am Main, Gemünden oder Karlstadt. Im Norden schafft die Rhön ein „Land der offenen Fernen“. Auf den Kreuzberg, dem höchsten Punkt dieses vulkanisch geformten Mittelgebirges, pilgern Jahr für Jahr Heerscharen von Wallfahrern und legen ein beredtes Zeugnis ab über den tiefen Glauben, der in Unterfranken noch immer gelebt wird. Im Süden, in den Hassbergen, im Steigerwald erzählen die ungezählten Schlösser und herausgeputzten Herrenhäuser von jener Zeit, als Unterfranken in viele kleine Herrschaften zersplittert war.

Geniale Baumeister haben in Unterfranken Spuren hinterlassen. Zu ihnen zählt Balthasar Neumann. Eines seiner Glanzstücke hinterließ er in Würzburg in Form der weltbekannten Residenz. Bei einem verheerenden Luftangriff im März 1945 wurde die Stadt fast gänzlich zerstört und nach historischen Plänen und Abbildungen nach dem Krieg wieder aufgebaut. Heute präsentiert sich die unterfränkische Metropole mit seinen Bauwerken, dem Dom, den zahlreichen Kirchen, der Alten Mainbrücke und der Marienfestung hoch über dem Fluss als quirlige Studenten-Stadt, als wichtiges Verwaltungszentrum und zudem als Reiseziel für Gäste aus aller Welt. Ein attraktives Ziel für Erholungssuchende sind seit alters her auch die mondänen Heilbäder Bad Kissingen, Bad Brückenau, Bad Neustadt und Bad Königshofen. Legendär ist vor allem Bad Kissingen, in dessen Gästelisten alle zu finden sind, die im 19. Jahrhundert in Europa Rang und Namen hatten. Hier traf sich Märchenkönig Ludwig II. mit der zauberhaften Sisi, hier empfing Reichskanzler Otto von Bismarck seine Staatsgäste, hier suchten Theodor Fontane, Gioacchino Rossini, George Bernard Shaw und viele andere Ruhe und Inspiration.

Zuständig ist der Bezirk Unterfranken als dritte kommunale Ebene für jene Aufgaben, die das Leistungsvermögen der Städte und Landkreise überschreiten würden, vor allem für das weite Feld der sozialen Sicherung und des Gesundheitswesens. So ist der Bezirk Träger einer Reihe medizinischer Einrichtungen und Klinken. Neben den renommierten Krankenhäusern für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin in Lohr am Main und in Werneck sind dies die über Unterfranken hinaus bekannten Orthopädischen Krankenhäuser Schloss Werneck und König-Ludwig-Haus Würzburg sowie das Thoraxzentrum Bezirk Unterfranken in Münnerstadt. Der Bezirk Unterfranken fördert aber auch Kunst und Kultur, Fischerei, Weinbau, Kellerwirtschaft, Bildung, die Freundschaft mit der französischen Partnerregion Calvados und vieles mehr. Damit ist der Bezirk ein wichtiger Garant für den Erhalt dieser zauberhaften Seiten Unterfrankens. Tradition und Moderne, Vergangenheit und Gegenwart und vor allem das, was Unterfranken so attraktiv und lebenswert macht, prägen das Lebensgefühl der Menschen in dieser Region, und der Bezirk Unterfranken ist ein wichtiger Teil davon.

Aber der Bezirk Unterfranken ist nicht nur ein bedeutender Förderer der Kultur. Er ist auch Eigentümer einiger herausragender historischer Bauwerke, die unterfränkische Architekturgeschichte geschrieben haben. Zum Beispiel das in den Jahren 1733 bis 1745 von Balthasar Neumann als Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe errichtete Schloss Werneck. In der Schönheit und Größe dieser Anlage mit Verwaltungsräumen, Wirtschaftshöfen und Fasanengarten spiegelt sich die ganze Prachtentfaltung der Barockzeit wider. Ein anderes architek-tonisches Juwel im Eigentum des Bezirks ist Schloss Aschach, das bis zur Säkularisation den Würzburger Fürstbischöfen als Jagdschloss und strategisch günstig gelegener Amtssitz an der nördlichen Grenze ihres Hochstifts diente.

Unterfranken ist Bayerns Sonnenseite, und Unterfranken ist Bayerns Weinparadies. An den Hängen des Mains und an den Ufern der Fränkischen Saale reift ein himmlischer Rebensaft heran, der wegen seiner exzellenten Qualität und seiner herausragenden Güte weit über die unterfränkischen Grenzen hinaus begehrt ist. Unterfranken ist ein Land für Genießer – eine Region mit üppigen Landschaften und prächtigen Städten, mit einer opulenten Kultur und einer reichen Geschichte, mit lebendigen Traditionen und einem selbstbewussten Blick in die Zukunft – und ein Land, in dem es die Menschen verstehen, all dies mit wachen Sinnen und dem ganzen Verstand zu genießen.

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