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Kirchrimbach Mauritiuskirche (Schiestl Kirche)

Kirchrimbach Mauritiuskirche (Schiestl Kirche)

Die Mauritiuskirche ist das frühere Gotteshaus der Kirchengemeinde Kirchrimbach. Der kleine Bau, dessen Turm so breit ist wie sein Schiff, stammt mit seinem Chorturm aus dem frühen 14. Jh., das obere Fachwerk
ist von 1681, wie wohl auch sein Langhaus nach Aussage des Inventars aus dieser Zeit stammt. Die Dorfkirche am östlichen Ortsrand entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten zum Sorgenkind der Gemeinde und aller Pfarrer. Ab 1720 finden sich in den Akten wiederholt Angaben über Bauschäden und Reparaturen am Langhaus, Chorturm und an der Dachabdeckung. Zusätzlich wird ab 1800 die räumliche Enge beklagt - die Mauritiuskirche war für die Gemeinde einfach zu klein geworden. Eine neue Kirche, die Christuskirche, am westlichen Dorfrand wurde aber erst 1903 fertig gestellt.

Dem Landesamt für Denkmal ist es zu verdanken, dass die Mauritiuskirche, ein kunsthistorische Kleinod, nicht abgetragen wurde. In einer Entschließung aus dem Jahr 1905 heißt es: „Eine Innenarchitektur von Bedeutung und kunstvolle oder historisch interessante Einrichtungsgegenstände weist die alte Pfarrkirche nicht auf. Allein die charakteristische Gesamterscheinung der Außenarchitektur, insbesondere die für die dortige Gegend bezeichnende Dachform, und der landschaftliche Reiz, welchen die Kirche zusammen mit ihrem von Bäumen und Sträuchern reich bewachsenen Hügel für das Rimbachtal bietet, reichen vollständig aus, um vom Standpunkt der Denkmalpflege die Erhaltung des altehrwürdigen, dem Mittelalter angehörigen Gotteshauses, zu fordern.“

Zu Beginn des 20. Jh. wurde die Mauritiuskirche durch das Bild „Kirchlein in Franken“ des Jugendstilmalers Matthäus Schiestl weithin bekannt und brachte dem Bauwerk im Volksmund auch den Namen „Schiestl-Kirche“ ein.

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